Die zwölf Geschworenen!      

Schauspiel in drei Akten von Rose Reginald

Ein junger Mann wird angeklagt, seinen Vater erstochen zu haben. In einem Geschworenenzimmer eines Gerichts finden sich zwölf Personen unterschiedlichen Alters und sozialer Schichten ein, um einstimmig darüber zu urteilen, ob der Angeklagte schuldig oder nicht schuldig ist. Stimmen sie für schuldig, droht dem Täter der elektrische Stuhl.

Gleich zu Beginn der Verhandlungen wird für eine erste Bestandsaufnahme abgestimmt. Elf der Geschworenen sind durch all die Beweise und Indizien klar von der Schuld des Angeklagten überzeugt. Nur eine der Personen hat ihre Zweifel und stimmt für nicht schuldig, was allen anderen sehr missfällt, die den Schuldspruch für nichts anderes als reine Formsache hielten, die man so rasch als möglich hinter sich bringen sollte.

Der Prozess muss noch einmal aufgerollt, reflektiert und besprochen werden. Im Verlauf der teils hitzigen Diskussionen kommen immer mehr Details ans Tageslicht und zunehmend zeichnen sich mehr und mehr Ungereimtheiten im Gerichtsverfahren ab. Die anfangs klare Haltung der Mehrheit der Geschworenen gerät ins Wanken.

Für jeden einzelnen von ihnen wird es immer schwieriger an seinem Standpunkt festzuhalten und den Fall somit abzuhaken. Begründete Zweifel im Widerspruch zu nackten Tatsachen bremsen ihre ursprüngliche Meinung.

Die fieberhafte Suche nach der Wahrheit zieht die Geschworenen so lange in ihren Bann, bis die Verhandlung schliesslich in einer überraschenden Wende ein eindrückliches Ende nimmt.

 

Schuldig? – Nicht schuldig?